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Kurze Geschichte der Freitmaurerei

1 - Philosophische Quellen und Ursprünge

2 - Die französische Freimaurerei im 18ten Jahrhundert

3 - Die Entwicklungen im 19ten und in der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts

4 - Die Nachkriegszeit der Freimaurer

5 - Was ist die Freimaurerei?

Einführung

Die Konzepte

Seine Etablierung

Seine Arbeitsmethoden

Seine Organisation



2 - Die französische Freimaurerei im 18ten Jahrhundert

Durch das Interesse der anglophilen Elite, bilden sich rasch neue Logen in Frankreich und Europa. Die Neugier der Öffentlichkeit ist also bereits geweckt. Die Prädisposition vieler kultivierter Gesellschaftsmitglieder sorgt dafür, dass diese neue Institution sich entwickelt und sich innerhalb einiger Jahrzehnte in der ganzen Welt ausbreitet. Sie schließt vorerst zwei Ränge ein (Lehrlinge und akzeptierte Gesellen). Der Rang des Meisters ist erst in den Jahren 1730/40 adoptiert worden, nach der legendären Dramaturgie, die auf dem Mord eines Meister Architekten basierte.



Weit vor Mitte des Jahrhunderts, entwirft die französische Freimaurerei ein eigenes Model, das Einfluß auf den Kontinent haben wird, und in das sie neue Bräuche einführen, aber gleichzeitig den alten Werten treu bleiben. Seit dieser Zeit, genießt sie gleichzeitig eine vollommene Unabhängikeit. Die "Freie Maurerei" in unserem Land behält treu den ursprünglichen Standpunkt der Säulen, J von Norden und B vom Süden, mit entsprechender Plazierung der Aufseher

bei, die Reihenfolge von "zweimaligem, schnellen Klopfen und einmaligem langsamen", das Eintreten mit dem rechtem Fuß, sowohl wie die meisten Bräuche, die - paradoxerweise unter dem Namen der Riten der Moderne - charakteristisch für die ältesten, bekannten Sitten sind. Gleichwohl führen sie den Gebrauch des Schwertes ein, kreieren ihren eigenen ikonographischen Logenteppich (besonders auffällig sind die unbearbeiteten und geschliffenen Steine und Seen der Liebe, so wie wir sie kennen), und endlich, die Empfangszeremonie mit fundamentalen Neuerungen: Raum der Besinnung, Reisen und Prüfungen der Elemente, Titulierungen.

Im gesamten 18ten Jahrhundert bleiben die Freimaurer ein Ort der mondänen und festlichen Geselligkeit, die sich effektiv als ein "Gemeinschaftszentrum durchsetzt, das unterschiedlichen Personen die Möglichkeit bietet, eine aufrichtige Freundschaft zu schließen und sich untereinander wohlzufühlen, während sie dazu unter anderen Umständen nie in der Lage gewesen wären", wie in den Schriften von Anderson aufgefürt wird. Ein kosmopolitisches Geflecht, schon früh gekennzeichnet durch solidarische und egalitäre Merkmale, teils von innovativen und weitblickenden Lichtblicken durchzogen, erfreut es sich dennoch in einer moralischen und kulturellen Tonalität, die lange Zeit konformistisch und elitär bleibt.

Man muß das letzte Viertel des Jahrhunderts abwarten, bevor die wichtigsten philosophischen Entwicklungen, unter dem Humanismus oder gar in Form von Denkansätzen, die wir als symbolistisch bezeichnen würden, sichtbar werden. Diese Entwicklungen entspringen einer zentrifugalen Krise, die in den 1760er Jahren die Freimaurerschaft betrifft, gekennzeichnet durch den Bruch der ersten Obedienz (entstanden gegen Ende 1730 und "erste Großloge" genannt wird) in mehrere, rivalisierende Gruppen, durch das Übermaß der sich gegenseitig ergänzenden Ränge, die progressive Strukturierung neuer Riten, und die Bejahung von mystischen Strömungen, neben einer rationalistischen Strömung der Mehrheit.


Die Strukturierung der Institution der französischen Freimaurerei in den 'Grand Orient de France', im Jahre 1773, gestattet die Föderierung, die Harmonisierung und systematische Erfassung aller Strukturen und deren Inkraftsetzung. Dieses hat einen bedeutenden Vorsprung repräsentiert, über den die Abgeordneten der Logen demokratisch abgestimmt haben. Die große Mehrheit der Letztgenannten, vereinigt sich unter der Schirmherrschaft der Obedienz, außer der "Grand Loge de Clermont", die vor allem die Wahl des Grossmeisters ablehnt, und einige Jahre lang ihren eigenen Weg gehen wird, bis sie sich schließlich, nach revolutionären Ereignissen, mit der Obedienz vereinigt.


Diese Reorganisation der französischen Freimaurerei wird es erlauben, den rituellen und administrativen Korpus zu verzeichnen und präzisieren, der seit Anfang des 18ten Jahrhunderts praktiziert wird. Beschlossen im Jahre 1785 und gedruckt im Jahre 1801 in einem Buch über die Regeln der Freimaurer, nimmt diese Kodifizierung den Namen Französische Riten an. Diese Periode, die den 'Grand Orient de France' immer mehr mit einem, den französischen Riten eigenen System der Hochgrade ausgestattet sieht, ist andererseits charakterisiert durch die Gründung des erläuterten, Schottischen Regimes von 1778, oder später, 1804, durch den Alten Angenommenen Schottischen Ritus, der von der Obedienz ebenfalls anerkannt wird. Nachdem diese Vereinigung realisiert worden ist, versichert sie auf Anhieb ein gut funktionierendes System, basierend auf der Obedienz, zu sein, indem es Lösungen für die früheren Hauptprobleme anbietet. Sie ist die Basis für das Wachstum und den kontinentalen Einfluß, der in den folgenden Jahren festgestellt wird.

1789 zählt der Grand Orient de France fast 30 000 Mitglieder und tausende von Werkstätten. Er ist ein einflußreicher Korpus, durchdrungen von philosophischen Einschlägen und diversen, spekulativen Kulturen. Heute weiß man, dass es zu Beginn der Revolution, keinen "Freimaurer Komplott" gegeben hat, sondern stimmt darin überein, anzuerkennen, dass viele Freimaurer durch die Ereignisse beeinflußt wurden, und das der Einfluß der Ideen die in den Logen debattiert wurden, beachtlich ist. Die Auswirkung der Freimaurer auf die Französische Revolution ist sowohl in den Arbeitsweisen spürbar, wie auch in vielen symbolischen Zeichen, die von neuen Institutionen übernommen wurden, außerdem wird der Gesang, komponiert von Frère Rouget de Lisle, später zur Nationalhymne erkoren. Trotzdem, ist der 'Grand Orient de France' von circa 1793 bis 1796, in einen Tiefschlaf versunken, und die Freimaurer haben generell den Terror verurteilt, wenn nicht gar erlitten.

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